Bürgerstrom

Nachhaltige Martwirtschaft

Nachhaltige Marktwirtschaft – Bürgerstrom

Global denken - Lokal handeln - Bürgerstrom!
In der Flut von Informationen ertrinken die Wissensdurstigen.

Qualifizierte, verifizierte und nachprüfbare Informationen zu Themen wie Klimawandel, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Nachhaltige Marktwirtschaft, erneuerbare Energien, Energiewende, Energiewandel, CO2-Emissionen, Treibhausgase, Photovoltaik, Windkraft, Elektro-Mobilität, Batterietechnologien, Power-to-X, Speichertechnologien, Wasserstoff ... im Internet zu finden, ist aufwändig.
Im
„Internet-Meer“ WWW „Wahrheit-Wissen-Wollen“ werden wir von einem Tsunami an (Des-)Informationen überrollt.

Leider ist es oft so, dass selbst auf gezielte Fragen nur Teil-Informationen gegeben werden, aber häufig kein weitergehender oder unmittelbarer Zusammenhang zwischen den Puzzleteilen hergestellt wird. Auf meiner Website versuche ich, einige Puzzleteile zusammenzufügen, damit ein Bild entsteht.


Klimaschutz – Abkommen von Paris 2015 – Art. 20a GG – Art. 2 GG – BVerfG – Entscheidung 2021 – Generationenvertrag

Die meisten Probleme entstehen

bei ihrer Lösung.
Leonardo da Vinci

Die Quintessenz des Wissens ist,

das  Erlernte auch anzuwenden.
Konfuzius

 Wie lange warten ist lange genug warten, um das Richtige zu tun?

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 24.03.2021
bezeichne ich als einen „heureka!-Moment der Rechtsfindung“.

Die Bedeutung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zum Klimaschutzgesetz (KSG) und Art. 20a GG in Verbindung mit Art. 2 GG ist fundamental und wird Wirkung auch auf andere wesentliche Bereiche der Zukunftsgerechtigkeit haben.

BVerfG - Entscheidung Klimaschutzgesetz
BVerfG Entscheidung Klimaschutzgesetz rs20210324_1bvr265618.pdf (600.3KB)
BVerfG - Entscheidung Klimaschutzgesetz
BVerfG Entscheidung Klimaschutzgesetz rs20210324_1bvr265618.pdf (600.3KB)

Art. 20a Grundgesetz

Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere* im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.
*Text ohne „und die Tiere“ seit 1994 im Grundgesetz. Fassung mit „und die Tiere“ seit 2002 im Grundgesetz; Fassung vom 26.07.2002 (BGBl. I S. 2862)

Art. 2 Grundgesetz

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Recht bedeutet im Kern, die Suche danach, das Richtige zu tun. Rechtsfindung ist demnach ein dynamischer, sich immer weiter entwickelnder Prozess. Viele Grundsätze haben bereits Jahrhunderte Bestand. Recht entspricht im Kern den Zielen der Nachhaltigkeit.

1987 hat die von der UNO eingesetzte „Brundtland-Kommission“ versucht, Nachhaltigkeit zu erklären:
1.    "Entwicklung zukunftsfähig zu machen, heißt, dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können".

2.    "Eine   zukunftsfähige Entwicklung ist ein Prozess der Veränderung, in dem die   Nutzung der Ressourcen, die Struktur der Investitionen, die Orientierung des technischen   Fortschrittes und die institutionellen Strukturen konsistent gemacht werden   mit den zukünftigen und den gegenwärtigen Bedürfnissen."

Recht - Nachhaltige Entwicklung - Richtig oder Falsch?

Auch das Recht muss sich weiterentwickeln, um dem Prinzip der nachhaltigen Entwicklung gerecht zu werden. Unter dem Begriff „institutionelle Strukturen“ subsumieren sich staatliche Institutionen aus den Bereichen der Legislative, Exekutive, Judikative.

Wer aber entscheidet, was richtig oder falsch ist? Richtig bedeutet grundsätzlich, dass etwas nicht falsch sein sollte, sondern so, wie es sein sollte. Es sollte recht sein, vernünftig sein. Es sollte der Wirklichkeit, den Tatsachen entsprechen. …

Falsch bedeutet grundsätzlich, dass etwas dem tatsächlichen Sachverhalt widerspricht, fehlerhaft, mit Mängeln besetzt ist. Dass es unwahr oder irreführend ist. Dass es der gegebenen Situation unangepasst ist. Dass es verkehrt oder trügerisch ist. …

Demnach ist die Frage, was richtig ist, oft auch zu beantworten, indem wir prüfen und feststellen, was falsch ist. Aufgrund der Berichte des Weltklimarates (IPCC-SR1.5-2018) wissen wir mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, dass es einen anthropogen – durch uns Menschen verursachten Klimawandel gibt. Dass wir unvorstellbare Mengen an Klimagasen wie CO2, Methan, Lachgas ausstoßen, ist unbestritten. Wir wissen, dass diese Klimagase, Klimawirkungen haben, die für nachfolgende Generationen sehr wahrscheinlich unumkehrbare negative Wirkungen auf deren Gestaltungsmöglichkeiten haben. Wir wissen demnach, was falsch läuft. Wir können aber heute noch nicht wissen, was richtig ist, wenn wir etwas anders machen.

Urteil (Entscheidung) – Meinung – Tatsache

In der Rechtsprechung, führen grundsätzlich die Tatsachen und Beweise zu einer Meinungsbildung und dann zu einem Urteil oder einer Entscheidung.
Anders
neigt eine große Anzahl von Menschen aus unterschiedlichen Motiven dazu, sich sehr schnell ein „(Vor-)Urteil“ zu einem Sachverhalt zu bilden. Daraus bilden wir uns eventuell eine Meinung, in dem wir den „mutmaßlich objektiven Tatbestand“ unserem „(Vor-)Urteil“ anpassen, um dann die „Tatsachen“ so zu deuten, wie es der (eigenen) Meinung und dem (Vor-)Urteil entspricht. Niemand ist davor gefeit, sich so zu verhalten. Leider verschließen wir uns dadurch allzu oft der Gesamtheit der Betrachtungsmöglichkeiten.

Wir fühlen uns angegriffen, wenn wir meinen, dass eine gesellschaftliche Anpassungsnotwendigkeit, ein persönlicher Angriff auf das eigene persönliche Verhalten sei. Denn wenn wir etwas ändern müssen, etwas richtiger, besser machen sollen als bisher, dann meinen wir, uns darzulegen, wir hätten uns in der Vergangenheit falsch verhalten.

Dieser „Kurzschluss“ (im Sinne einer (unbeabsichtigten) Verbindung von zwei gegeneinander unter Spannung stehenden Wertvorstellungen ohne zwischengeschalteten Widerstand im Sinne eines fehlenden Meinungsbildungsprozesses)  ist aber oft verkehrt, weil er eine rückwärtsorientierte Moral beinhaltet. Wir kritisieren Verhaltensweisen, die wir in der Vergangenheit nicht als unmoralisch bewertet hatten, mit unseren heutigen Erkenntnissen zu Notwendigkeiten in der Zukunft.

Wir haben durch die Wissenschaft ständig neues Wissen zur Verfügung. Warum fällt es uns so schwer, das neue Wissen auch in praktisches Handeln umzusetzen? Wir wissen durch die Berichte des IPCC, dass die zu große Menge des durch uns Menschen emittierten CO2 einer der Hauptverursacher für den aktuellen Klimawandel ist.

Wir benötigen keinen moralisierenden Klimaschutz,
wir benötigen einen faktischen Klimaschutz.

Wie schwer es ist, selbst
nur eine Tomate umweltgerecht
und klimafreundlich
einzukaufen, beschreibe ich
mit der Geschichte

"Dialektik über eine Tomate".




Wir diskutieren aber nicht hauptsächlich und grundlegend darüber, wie wir das CO2 aus fossilen Brennstoffen wie Öl, Gas, Kohle deutlich und schnell reduzieren können, sondern wir diskutieren – leider oft moralisierend – darüber, wie wir unser (eher aber auch, wie andere ihr) Verhalten ändern sollen – kein Auto fahren, nicht fliegen, „richtige“ Ernährung, weniger Plastik etc. Es kann in Zukunft nicht darum gehen, etwas grundsätzlich nicht mehr zu tun, sondern es geht darum, das was wir tun (wollen), anders zu tun, unsere Handlungen klimaneutral und umweltschonend auszurichten, ohne dies als „Verzicht“ sehen zu müssen.

Reizthema

Automobil

Die E-Mobilität wird mit ihren „Geschwistern“ „Wasserstoff“, „Hybrid“ und „Biogen“ die Verkehrswende (Verkehr = das Mittel für eine Ortsveränderung) einleiten und vollziehen. Ob dadurch auch eine Mobilitätswende (Mobilität = das Bedürfnis nach einer Ortsveränderung) beginnen wird, bleibt abzuwarten.           
Artikel "Ökobilanz von Pkws mit verschiedenen Antriebssystemen" gerne hier weiterlesen ...

Wenn wir beispielsweise zum Antrieb der Autos kein Benzin oder Diesel aus Erdölderivaten verbrennen, sondern Biosprit verwenden, deren Basisprodukte auf Flächen angebaut würden, auf denen dafür Regenwald abgeholzt wird oder Lebensmittel angebaut werden sollen, dann würden wir etwas Falsches (CO2-Freisetzung durch fossile Brennstoffe) durch etwas Falsches (Regenwaldabholzung, Lebensmittelkonkurrenz) ersetzen. Wenn wir Verbrenner verbieten und nicht die Chancen erkennen, die ein Verbrenner zusammen mit einer Batterie und ggfs. Solarzellen am Fahrzeug hat, dann handeln wir nicht nachhaltig. Wir übersehen die soziale Dimension, wenn Menschen sich nur ein Fahrzeug in der Familie leisten können, aber auch Reichweite benötigen. Mit einem Hybrid-Fahrzeug führe man auf der Kurzstrecke CO2-frei und auf der Langstrecke in der Zukunft mit E-Fuels, die aus erneuerbaren Energien hergestellt werden, ebenfalls klimafreundlich. …

Wir sollten nicht moralisierend argumentieren, dass es in der Vergangenheit verkehrt gewesen sei, fossile Brennstoffe für die Mobilität (oder die Wärme) benutzt zu haben. Es war Jahrzehnte lang die praktischste, kostengünstigste, flexibelste, Variante. Jetzt gibt es aber mehrere Alternativen zu den alten Antrieben. Und wenn man die Nachteile eines Produktes kennt, der Nutzen nicht mehr diese Nachteile überwiegt, dann wird es falsch, diese Produkte weiterhin ungehemmt zu benutzen.

Wie wir die Alternativen klimaschonend nutzen werden, wird sich zeigen. Warum wir in Deutschland dazu neigen, beispielsweise Elektro-Hybrid-Fahrzeuge schlechtzureden, hängt vielleicht damit zusammen, dass das Gute aus zwei Welten, nicht 100% von dem Einen oder Anderen ist. Wir haben die Neigung im „entweder – oder“ zu denken und weniger im „sowohl – als auch“. Wir müssen die sozialen Komponenten (z.B. Preise, Einkommen, Wirtschaftlichkeit …) und die Umweltkomponenten (z.B. Rohstoffe, Effektivität, Effizienz …) mitdenken.

Wir sehen leider oft nicht, dass das, was wir tun, auch weiterhin getan werden kann, aber anders, mit anderen Mitteln, mit anderen Funktionen, mit anderem Nutzen, ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig, eingebunden in rechtlich verbindliche Rahmenbedingungen, auch international.

Wenn wir als Mensch einen für uns sinnvollen Nutzen erkennen, dann ändern wir unser Verhalten freiwillig. Die Digitalisierung ist das beste Beispiel dafür. Aber auch hier tauchen neben den riesigen Chancen und Möglichkeiten wichtige Fragen auf, wie das Recht auf „informationelle Selbstbestimmung“ und dem Datenschutz. Auch in diesem Bereich ist es wichtig, der „absoluten Freiheit“ des Einzelnen, Grenzen zu setzen (siehe Art. 2 GG). Das Bundesverfassungsgericht hat mit seiner Entscheidung von 1983 ebenfalls einen „heureka!-Moment der Rechtsfindung“ gehabt. (BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 15. Dezember 1983 - 1 BvR 209/83 -, Rn. 1-215)

Wir werden in Zukunft mit anderen Antrieben Auto fahren. Wir werden anders fahren. Wir werden anders Fliegen, anders Essen, Kunststoffe anders verwenden ... Und wir werden es weiterhin mit Freude tun und klimafreundlich. Ob es richtig sein wird, wird sich zeigen, wenn wir es tun und wie wir es tun. Falsch ist sicher, so weiter zu machen wie bisher. Ob sich das anders machen als falsch herausstellen wird, wissen wir in der Zukunft. Dann machen wir es besser …

Erneuerbare Energien können als systemische Umstellung der Energiewirtschaft nicht falsch sein. Falsch kann im Einzelfall sein, die örtlichen Gegebenheiten (Menschen, Tiere, Pflanzen, Umwelt) nicht ausreichend zu berücksichtigen. Klimaschutz kann nicht falsch sein. Aber nicht alles, was unter dem „Etikett Klimaschutz“ daherkommt, hat etwas mit „tatsächlichem Klimaschutz“ zu tun.

Leonardo da Vinci hatte Recht: „Die meisten Probleme entstehen mit der Lösung.“

Die Steigerung eines Adjektivs hat drei Ebenen: Positiv – Komparativ – Superlativ. Ich schwärme in allen drei Ebenen über diese fundamentale, bahnbrechende, umwerfende, grandiose, sensationelle, zukunftsgerichtete, nachhaltige Entscheidung des BVerfG.

Mehr als drei Jahrzehnte hat es gebraucht, bis ein so bedeutendes Gericht wie das Bundesverfassungsgericht endlich die Zitate von 1987 (Brundtland-Kommission) und 1992 (Deklaration von RIO) in Recht umgesetzt hat und damit sehr wahrscheinlich Rechtsgeschichte geschrieben hat.

Der Schutz der Lebensgrundlagen für künftige Generationen des Art. 20a GG wurde erweitert auch als Schutz des Einzelnen aus Art. 2 GG als Schutz auf Leben, körperliche Unversehrtheit und Freiheit in Bezug auf die künftigen Lebenswahrscheinlichkeiten durch den Klimawandel.

An dieser Stelle finden Sie auf der Website „Nachhaltige Marktwirtschaft“ eine weitergehende Erörterung zu den Leitsätzen zum Beschluss des BVerfG und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Klimaschutzgesetz von 2019 und den in der Anlage 2 genannten Emissionen der CO2-Äquivalente in den Bereichen Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude, Verkehr, Landwirtschaft, Sonstige sowie deren Fortschreibungen im geänderten Klimaschutzgesetz 2021.

Wir sollten und können es uns nicht leisten, abzuwarten, bis wir „sicher“ Wissen, dass die von uns emittierten CO2-Äq durch fossile Brennstoffe sehr wahrscheinlich für den Klimawandel verantwortlich sind. Abwarten führt dazu, dass nachfolgende Generationen nicht mehr rechtzeitig handeln können, um fatale Folgen auch für die Freiheit des Einzelnen in der Zukunft zu verhindern.

Zitat von 1987; Brundtland-Kommission: "Entwicklung zukunftsfähig zu machen, heißt, dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können".

Nichts anderes ist aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutzgesetz abzuleiten.
(
BVerfG, Beschluss des Ersten Senats vom 24. März 2021 - 1 BvR 2656/18 -, Rn. 1-270)
Mit nachhaltigen Grüßen
Dietmar Helmer, 13.05.2021


Nachhaltige Marktwirtschaft

Solange wir den Begriff der Nachhaltigkeit mit seinen Komponenten Ökologie, Ökonomie, Soziale Verantwortung, als Säulendiagramm darstellen, bleibt die Debatte "linear beschränkt". Lassen wir das Bild der "Verschränkung" zu, erkennen wir die Wechselbeziehungen dieser Komponenten.

„Nachhaltige Entwicklung“ ist um die Komponente "Recht" zu ergänzen. Es hat sich gezeigt, dass sich Wirtschaft, Ökologie, Soziales, ohne einen auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Rechtsrahmen, nicht wirksam zur „Nachhaltigen Marktwirtschaft“ entfalten können. (Dietmar Helmer, 01.07.2020)



Es gibt so viele Fragen zum Klimawandel und zu erneuerbaren Energien. Einige Antworten habe ich auf dieser Webseite zusammengestellt.

Beispiel: Wieviel Energie verbraucht eine Person in Deutschland / in der Welt? Wie teilt sich diese Energie auf in die verschiedenen Sektoren Strom, Wärme, Mobilität? Wieviel Treibhausgase wie z.B. CO2, Methan, entstehen dabei? Wieviel CO2 wird pro Kopf in Deutschland / in der Welt produziert? Auf solche Fragen finde ich Antworten auf verschiedenen Websites. Dann steht dort aber etwas von Primärenergie oder Endenergie, Energie in Exajoule oder SKE oder Gigajoule pro Kopf, CO2 oder CO2äq. Um zu vergleichen, muss ich suchen, wieviel kWh Heizwert / Brennwert ein Brennstoff hat. Oder wissen Sie, wieviel kWh ein durchschnittliches mit Benzin / Diesel betanktes Verbrenner-Auto verbraucht? Wieviel kWh Strom man verbraucht, sieht der Einzelne auf der Stromrechnung. Wieviel Wärmeenergie verbrauchen Sie in kWh?

Wie kann ich über Gesamtenergieverbrauch pro Kopf diskutieren, wenn verschiedene Zahlen genannt werden? Andere Interessierte stellen sich wahrscheinlich die gleichen Fragen. Damit Sie und ich es künftig einfacher haben, trage ich solche Daten zusammen und gebe die Antwort. Dabei lege ich großen Wert auf die Quellenangaben und verlinke auf die jeweilige Informationsquelle.

Dort können Sie gerne in die Tiefen der Informationsozeane abtauchen und bis auf den Grund gehen und darüber hinaus. Wahrheiten finden wir nur, wenn wir bereit sind, nicht nur die Fassade des Hauses oder die Meeresoberfläche anzuschauen. Wir dürfen in das Gebäude eintreten, ins Meer abtauchen, um die ganze Schönheit und Faszination zu erkennen. Wir können aber auch die Baustoffe betrachten, den Untergrund, das Umfeld. Welche Schätze wollen, sollen, können, dürfen wir heben, um der Nachhaltigkeit für Mensch und Umwelt gerecht zu werden?

Wir sprechen über Mikroplastik und Nanoplastik in unseren Flüssen und Ozeanen. Es zerstört die Lebensgrundlagen schleichend aber zunehmend. Wenn „Soziale Medien“ und das Internet die Informationsflüsse und die Informationsozeane sind, dann sind das Mikro- und Nanoplastik dort die „Fake News“, die Unwahrheiten, Falschbehauptungen, Fehlinformationen, Hass, Verleumdung, Verschwörungstheorien, Unsicherheiten.

So unwahrscheinlich es sein wird, die Flüsse, Seen und Meere vom Plastik zu befreien, so unwahrscheinlich ist es, das Internet von „Fake News“ zu befreien. Die „Verschmutzung“ ist in beiden Systemen tief eingedrungen.

Was wir aber tun können: Es künftig besser zu machen, weniger Kunststoffe in die Flüsse und Ozeane werfen, besser recyceln, von „Cradle to Cradle“ denken, Alternativen nutzen, Flüsse reinigen.

Ebenso können wir es im Internet tun: Nach Wahrheiten suchen, wissenschaftliche Ergebnisse prüfen und kritisch hinterfragen. Ergebnisse verifizieren. Und dann darauf hinweisen, dass es gute und wahre Informationen gibt. Wissen wir, dass es einen Klimawandel gibt? Ja, wissen wir! Wissen wir, wie wahrscheinlich ein bestimmtes Szenario eintreten wird? Nein, wissen wir nicht zu 100%. Wir können nur in Wahrscheinlichkeiten* argumentieren. Eine 70-95%ige Wahrscheinlichkeit, dass es in den nächsten 30-50 Jahren um 1,5 Grad wärmer wird, reicht mir, um etwas dagegen zu unternehmen. Abzuwarten, ob die Ereignisse eintreten, ist eine schlechte Wahl. Wir haben es in der Hand, aus der fossilen Brennstoffwirtschaft auszusteigen. Öl, Gas, Kohle waren die Wohlstandsträger von gestern. Die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit anthropogen verursachte Klimaerwärmung sehen und fühlen wir.

IPCC-Sonderbericht über 1,5 °C globale Erwärmung (SR1.5) 2018 - Klimawandel-Energiewandel

Der Sonderbericht des Weltklimarates über die 1.5°C globale Erwärmung wurde 2018 veröffentlicht.


*wie der IPCC Wahrscheinlichkeiten bewertet, zitiere ich hier aus dem Sonderbericht über die 1,5°C globale Erwärmung "Wissenschaft und Wahrscheinlichkeit"

Wissenschaft schafft Wissen

Wissen ist die Grundlage, um viele Sachverhalte und Ereignisse in dieser Welt zu verstehen. Wissen bedeutet aber nicht, dass mit 100%iger Sicherheit festgestellt ist, dass etwas so ist, wie wir es im Moment wissen. Wissen entwickelt sich weiter zu neuen Erkenntnissen. Wenn wir bereit sind, Unsicherheiten in unserem Wissen zu akzeptieren, dann können wir darauf aufbauen.

100% erneuerbare Energien

Wir haben verschiedene Alternativen, den Wohlstand „beyond Petroleum“ weltweit auszubauen, auch für nachfolgende Generationen und die Flora und Fauna weltweit. Nutzen wir 100% erneuerbare Energien. Welche Wege uns zu diesem Ziel führen, ist unklar. Mit Sonne, Wind, Wasser, Geothermie, Biomasse o.a. können wir verschiedene Wege gehen. Wie groß diese jeweiligen Weg sein werden und an welchem Ort wir welche Wege gehen, ist offen und ein Entwicklungsprozess. Aus diesen erneuerbaren Energien entstehen dann Wasserstoff, Gas, Kraftstoffe o.a. Wir werden Energie speichern können, auch das auf verschiedenen Wegen.
Vielfalt und Wettbewerb, statt Einfalt und Zentralisierung. Dietmar Helmer (2020-07)

Bürgerstrom - Nachhaltigkeit - Nachhaltige Marktwirtschaft

Einige Texte auf dieser Website sind bereits in den Jahren 2005 bis 2007 von mir geschrieben worden. Als ich diese Website im Jahr 2020 neu aufgestellt habe, konnte ich beim Durchlesen der früheren Texte sehen, dass viele meiner damaligen Aussagen noch aktuell sind und ich nichts davon zurücknehmen muss, was ich damals gesagt habe.

Leider sind manche Hoffnungen durch die Politik und Wirtschaft ausgebremst worden, allerdings nur, was die Dynamik angeht. Das hatte ich aber prognostiziert. "Energie aus Bürgerhand" ist auch nach fast zwei Jahrzehnten heute immer noch ein heikles Thema für eine zentralisierte Wirtschaftsform, wie wir sie insbesondere bei der Energiewirtschaft kennen. Wir wissen, dass dezentrale Strukturen in der Energiewirtschaft gut funktionieren. Das Zusammenspiel der Großkonzerne mit den hunderttausenden kleinen Akteuren ist noch nicht gut ausgebildet. Die Rahmenbedingungen erschweren es den Akteuren, sich besser aufeinander einzustellen. Dabei spielen auch andere Bereiche wie Rechtsprechung, Gesetze, Verordnungen und Finanzierungsmodelle sowie soziale Ausgewogenheit eine wichtige Rolle. Darüber schreibe ich auf meiner Website. Viel Freude beim Lesen.

Sonnige Grüße
Dietmar Helmer (2020-07)


Nachhaltige Marktwirtschaft durch Bürgerstrom

Was bedeutet es, unsere Marktwirtschaft durch Nachhaltigkeit zu modernisieren?
Nachhaltige Marktwirtschaft
sollte für uns so selbstverständlich werden, wie es für andere Interpreten die soziale Marktwirtschaft oder die freie Marktwirtschaft als Begriff heute ist.
Durch Änderung unserer Sichtweisen, können wir dem Klimawandel entgegentreten. Leider wird uns heute ständig erklärt, dass wir Schuld beladen und auf Verzicht getrimmt durch unser Leben laufen müssen.
Wenn wir konsequent an der Energiewende arbeiten, ist weder das Eine noch das Andere erforderlich.
Wenn unsere heutige Energieversorgung mit Kohle, Gas und Öl eine der Hauptverursacher für den Klimawandel ist, dann müssen wir die Energieversorgung ändern und nicht in erster Linie Milliarden von Menschen belehren, was diese nicht tun dürfen.
Was ist das für eine Wohlstandsentwicklung, wenn man uns ständig ein schlechtes Gewissen einredet. Die Energieverkäufer, die Politik und die Finanzinstitutionen denken sicherlich nicht so altruistisch. Und wir Verbraucher sollten uns nicht einreden lassen, dass wir alle nur Sünder sind.
Deshalb muss unsere künftige Energieversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt werden - so schnell wie möglich - so effizient wie möglich.
Jeder Einzelne von uns kann dazu einen Beitrag leisten - vor Ort - heute.
Eine Möglichkeit Nachhaltige Marktwirtschaft zu leben stellt das Bürgerprojekt Photovoltaik dar.
Machen Sie mit!
Sonnige Grüße
Dietmar Helmer (Text aus 2005)


Zukunft gestalten durch Photovoltaik - Bürgerstrom

Der weltweite Energiemarkt der Zukunft wird im Wesentlichen durch die Entwicklung der erneuerbaren Energien in den nächsten zwei Jahrzehnten bis 2025 geprägt werden.
Fossile Brennstoffe werden uns zwar noch Jahrzehnte im Energiemix begleiten, allerdings sind die Veränderungen des Klimas durch den CO2-Ausstoß bereits heute sichtbar. Neue Ideen sind gefragt.
Atomstrom birgt massive Risiken, die durch die Instabilität und Unberechenbarkeit einiger Länder auf dieser Erde zu erheblichen Sicherheitsrisiken führen können, wenn diese Technologie weiter ausgebaut werden sollte. Das im Jahr 2008 wieder entdeckte Märchen vom angeblich billigen Atomstrom, der die Energiepreise stabilisieren wird, bleibt eine Illusion.
Die Endlagerung des Atommülls ist weiterhin ungelöst. Eines der Atom-Asse ist nun aus dem Ärmel gefallen. So ist das, wenn man mit gezinkten Karten spielt.
Beide Techniken sind auf endliche Vorräte angewiesen, die weitgehend nur noch dieses Jahrhundert ausreichen werden, um die Nachfrage nach Energie auf diese Weise dauerhaft und bezahlbar erfüllen zu können.
Bei den weiterhin grassierenden Preisanstiegen wegen erhöhter Nachfrage der Wachstumsländer und weiterer Verselbständigung der Finanzmärkte reicht es in Teilen vielleicht auch etwas länger.
Die Energiebereitstellung durch Atomstrom, Kohle, Gas und Öl kann nur von großen Monopolkonzernen sichergestellt werden, da diese allein über das notwendige Kapital und Know-how verfügen oder beides durch die Finanzmärkte erhalten.
Deshalb ist es wichtig, sich weltweit in der Energiefrage neu zu strukturieren:
Unabhängigkeit - Sicherheit - Umweltschutz - Preisstabilität - Arbeitsplätze - Entwicklungsfähigkeit von armen Ländern - Ressourcenschonung.
Alle diese Faktoren sprechen eindeutig für den Ausbau der erneuerbaren Energien:
- global in allen Ländern - lokal mit den Möglichkeiten vor Ort.
Wir müssen es nur wollen. Die Techniken sind vorhanden. Diese sind weiter zu entwickeln und effizienter zu machen.
Der Anfang ist getan.
Bürgerprojekt Photovoltaik Bürgerprojekt Solarstrom


Bürgerstrom - ein Zukunftsmodell

Solarstrom und Solarwärme sind zwei der wichtigsten Energiequellen der Zukunft.
Selbst überzeugte Anhänger für einen Energiewandel glauben heute (im Jahr 2006) noch nicht daran, daß der Anteil der Sonnenenergie in den nächsten Jahrzehnten bei der Stromerzeugung eine führende Rolle einnehmen wird.
Windenergie, Wasser und Geothermie werden als Stromlieferanten im Schatten der Solarenergie stehen.
Es wird Millionen von Bürgerprojekten Solarstrom in der Welt geben. Wenn die Preise für Siliziummodule, Dünnschichtmodule, Module aus organischen Materialien oder nanobeschichtete Module auf ein Zehntel der heutigen Preise (im Jahr 2006) pro kWp gesunken sein werden, wird ein phantastisches Zeitalter für diese Technologien beginnen.
Albert Einstein hat 1921 den Physik-Nobelpreis für die Entdeckung des photoelektrischen Effekts erhalten. Ist es nicht ein schönes Ziel, in 15 Jahren zum 100sten Jahr der Preisverleihung eine der friedlichsten Revolutionen der Weltgeschichte begonnen zu haben, indem alle Menschen dieser Welt die Chance haben, unabhängigen, kostengünstigen, dezentralen und umweltschonenden Zugang zu Energie haben zu können?
Wir alle wissen, daß es mächtige Institutionen gibt, die alles daran setzen (werden), diese Entwicklung zumindest zu verzögern. Es liegt an jedem Einzelnen von uns, die Veränderung aktiv zu jedermanns Nutzen zu gestalten.
Marktwirtschaft bedeutet ja nicht, daß nur Welt-Konzern-Konglomerate, Förderstaaten oder Welt umspannende Finanzinstitutionen Profite generieren dürfen.
Jeder Einzelne darf und muss profitieren, wenn Marktwirtschaft ernst zu nehmen ist.
Zögern Sie nicht, Verbraucher und Unternehmer zu sein.
Das Zeitalter der unabhängigen, dezentralen Energieversorgung hat begonnen.
Zum Nutzen der ganzen Menschheit.
In der UNO Deklaration von RIO aus dem Jahr 1992 wird als Prinzip 10 angeführt: "
Umweltfragen sind am besten auf entsprechender Ebene unter Beteiligung aller betroffenen Bürger zu behandeln. Auf nationaler Ebene erhält jeder Einzelne angemessenen Zugang zu den im Besitz öffentlicher Stellen befindlichen Informationen über die Umwelt, einschließlich Informationen über Gefahrstoffe und gefährliche Tätigkeiten in ihren Gemeinden, sowie die Gelegenheit zur Teilhabe an Entscheidungsprozessen.
Die Staaten erleichtern und fördern die öffentliche Bewusstseinsbildung und die Beteiligung der Öffentlichkeit, indem sie Informationen in großem Umfang verfügbar machen. Wirksamer Zugang zu Gerichts - und Verwaltungsverfahren, so auch zu Abhilfe und Wiedergutmachung, wird gewährt.
Ihr Dietmar Helmer
Bürgerprojekt Photovoltaik (Text aus 2006)


Energieautonomie - Bürgerprojekt Photovoltaik

Basierend auf dem Buch von Hermann Scheer wurde das gesellschaftliche Konzept "Energieautonomie" durch einen Dokumentarfilm einem breiten Publikum bekannt gemacht. Unabhängig produziert, hat dieser Film mit klaren Aussagen und beeindruckenden Bildern weltweit ein Millionenpublikum für die Idee der Energiewende durch Energieautonomie begeistert.
Energy Autonomy ist mehr als nur ein Film...
Das Ziel des Medienprojekts Energy Autonomy ist es, weltweit die Energiewende durch Energieautonomie anzustoßen.
Werden Sie Teil dieses Projekts.
Dietmar Helmer


Zitat - Relativitätstheorie und Energiewende

"Die Relativitätstheorie kam, weil sie kommen mußte. Sie ergibt sich zwangsläufig aus den Widersprüchen in der alten Theorie, die sich weder ignorieren noch beseitigen lassen."
(Zitat aus dem Buch "Einstein" - S.121, Klaus Fischer, urspr. Herder Verlag - ISBN-13: 978-3-926642-35-6).


"Die erneuerbaren Energien kommen, weil sie kommen müssen. Sie ergeben sich zwangsläufig aus den Widersprüchen der alten Energieträger, die sich weder ignorieren noch beseitigen lassen." (Dietmar Helmer)

Die Antwort kann nur heißen: Bürgerstrom durch Bürgerprojekte. Anhand der Photovoltaik zeigt das Bürgerprojekt Solarstrom beispielhaft auf, wie sich jeder Einzelne für die Gemeinschaft einbringen kann und dazu beiträgt, Schritt für Schritt einen tatsächlichen Energiewandel herbeizuführen.
Energiesparen und Energieeffizienz sind zwei wichtige Faktoren zur Reduzierung von CO2-Emissionen. Der nach meiner Auffassung wichtigste Faktor ist aber, die Entstehung von CO2 von vorne herein zu vermeiden.
Wenn Energie bereits CO2-reduziert bereitgestellt wird oder in der Energieproduktionsphase sogar fast CO2-frei ist (z.B. Photovoltaik oder Windkraft), dann kann der Einzelne den Wohlstand auch genießen, ohne reflexartig überlegen zu müssen, welche Umweltsünde er gerade mit der Standby-Taste begeht.
Wenn wir wollen, dass alle Menschen an Wohlstand partizipieren, kann die Energiefrage nur gelöst werden durch konsequenten und massenhaften Ausbau erneuerbarer Energien.
Alle bisherigen Ansätze der Politik und der Monopolwirtschaft lösen die Fragestellungen zum Klimawandel nicht. Der CO2-Ausstoß wird unweigerlich zunehmen, wenn wir in diesem langsamen Tempo den Energiewandel weiter betreiben.
Wer möchte schon eine unbequeme Wahrheit hören, wenn er heute davon profitiert. Den Profit haben nicht nur die Unternehmen (z.B. durch Geld und Macht) und die Politik (z.B. durch Macht und Wohlgefallen), sondern jeder von uns (z.B. durch Wohlstand). Gehen wir in uns selbst. Fragen wir uns: Was kann ich selbst tun? Finden Sie Ihren Weg, um dem Klimawandel zu begegnen!
Sie verursachen 10.140 kg CO2 pro Jahr. Schaffen Sie Kapazitäten, um Ihre persönlichen CO2-Emissionen zu reduzieren oder gar auf 0 zu stellen oder sogar darüber hinaus zu gehen. Es gibt viele Wege dies zu tun.
Ein Weg ist das Bürgerprojekt Photovoltaik. Nachhaltigkeit durch nachhaltige Marktwirtschaft.

Gestalten Sie die Zukunft mit. Befreien Sie sich vom Preisdiktat der Monopole. Machen Sie sich unabhängig von Versorgungsengpässen, Krisenregionen, Monopolstrukturen, politischen Unfähigkeiten.
Wirken Sie mit beim Aufbau einer Schlüsseltechnologie dieses Jahrhunderts und schaffen Millionen zukunftsfähiger, nachhaltiger Arbeitsplätze.
Wir bestimmen selbst, wie der Klimawandel aussieht. Die Zukunft beginnt jeden Tag.
Gemeinsam können wir den Klimawandel aufhalten. Sie müssen es nur wollen.

Sonnige Grüße
Ihr Dietmar Helmer (Text von März 2007)